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Show must go on… and so must the dialog

Georgi Musev

Georgi Musev

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Das coronabedingt stumme Telefon ist bei uns Geschichte. Fast wöchentlich melden sich alte und neue Kunden, um mit uns Konzepte für ihre digitale Events zu entwickeln. Das große Thema ist dabei fast immer: Wie digitalisiere ich meine Show.

Das ist richtig und wichtig. Nicht umsonst heißt es: the show must go on. Doch ich schreibe diesen Artikel, weil ich merke, dass ein wichtiger Teil der Show gerne vergessen wird, für den ich jetzt eine Lanze brechen will: den Dialog.

Denn – machen wir uns nichts vor –  die Menschen kommen ja nicht nur wegen der tollen  Informationen auf das Event (jedenfalls nicht den offiziellen), sondern wegen den spannenden Gesprächen vor, nach und leider meist auch während der Show.

Digitale Events dürfen nicht zu Frontalunterricht oder passivem Fernsehen verkommen und so ihre Wirkung verlieren. Diese Gefahr ist aber sehr real, wenn sich die Notlösungen aus den letzten Monaten etablieren. Wir müssen also über Dialog im virtuellen Raum nachdenken. Wir haben die wichtigsten Dialogformen, die man bei einem digitalen Event abbilden muss, analysiert und priorisiert.  Aus unserer Sicht gibt sind diese Formen die wichtigsten:

  1. Kunde zu Gast (1:1) (Beispiel Begrüßung, technischer Support)
  2. Gäste untereinander in offenen Räumen (1plus:1plus) (Smalltalk)
  3. Kunde zu Gästegruppe (1:10plus) (Salestalk)
  4. Host zu Publikum (1:100plus) (Show)
  5. Journalist zu VIP (1:1 mit „digitalem Türsteher“) (Interview mit Warteliste)
  6. Gäste untereinander in privaten Räumen (1plus:1plus) (Businesstalk)

Problem erkannt, Problem gelöst. Leider nicht, es ist wie immer kompliziert. Nicht alle Varianten laufen auf derselben technischen Plattform. Die Show ist zum Beispiel ein Livestream, der mit einigen Sekunden Verzögerung zur Realität gesendet wird – schwierig, wenn aus dem Chat Fragen gestellt werden.

Auch kann man zur Zeit nicht erwarten, dass alle Teilnehmer bereit sind. Am Anfang steht meist das gute alte Telefon. Die Erfahrung aus unserem ersten digitalen Event ist, dass der Dialog lange vor dem Event beginnt: mit Technikchecks. Das hört sich jetzt extrem unsexy an, aber tatsächlich haben wir das rückblickend als eine unglaubliche Chance zur Vertrauen-  und Beziehungsbildung empfunden, da die Teilnehmer sehr dankbar sind, wenn man sich um sie kümmert und ihre Probleme vorab löst.

Auch die Referenten und Pressesprecher können sich leider nicht zurücklehnen. Auch digital müssen Gäste und  Journalisten in Empfang genommen und zur richtigen Zeit an den richtigen Menschen weitergeleitet werden.

Also, es wird viele anders. Aber nicht weniger spannend.  Wir freuen uns drauf.

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